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26.11.2020

Studie belegt: Dispokredit zu teuer und oftmals Beginn der Überschuldung

Schnell, bequem, zu jeder Zeit verfügbar, unbürokratisch – dass sind die gängigen Vorteile, die genannte werden, wenn es um den Dispokredit geht. Was offenbar viele Verbraucher ignorieren, sind die immens hohen Zinsen, die mit einem Dispokredit einhergehen. Und sie sind nicht selten verantwortlich für den Abstieg in die Schuldenspirale.
Studie belegt: Dispokredit ist potenzielle Schuldenfalle
Wer sich schnell und unkompliziert Geld leihen muss, macht was? Richtig – er nutzt den Dispokredit. Schnell verfügbar, ohne bei der Bank vorsprechen zu müssen, kein Papierkram, flexible Tilgung – Verbraucherherz, was willst du mehr? Das Verbraucherherz sicherlich nichts, dafür aber die Bank, die den Dispokredit in Verbindung mit dem Girokonto eingeräumt hat. Und das „mehr“ aus Sicht der Bank sind die Zinsen, die sie für den, aus Verbrauchersicht unheimlich komfortablen Kredit, dem Kunden bei entsprechender Nutzung in Rechnung stellt. Und die sind nachwievor alles andere als „ohne“.

Dispokredit: Bis zu knapp 14 % Zinsen pro Jahr

Und das dem so ist, zeigt eine aktuelle Marktanalyse, denn Deutschlands Banken verlangen im Schnitt 9,79 Prozent für das Überziehen des Girokontos im vereinbarten Rahmen (Dispozins). Knapp 10 % Prozent im Bundesdurchschnitt sind dabei im Vergleich zu dem durchschnittlichen Zinssatz für Verbraucherkredite, der derzeit bei rund 4,2 % effektiv per anno liegt, schon eine echte Hausnummer. Doch es geht auch noch härter, denn der höchste Zinssatz, der im Rahmen der Marktanalyse herausgefunden wurde, lag bei stattlichen 13,75 % per anno effektiv für einen Dispositionskredit.

Wobei fairerweise auch festgestellt werden konnte, dass es ebenso Banken gibt, die den Überziehungskredit mit einem Zinssatz von 0% effektiv per anno einräumen. Nur sind diese Banken in so geringem Maße vertreten, dass es Verbrauchern durchaus schwerfallen dürfte diese Girokonten-Modelle auf Anhieb zu finden.

Dispokredit: Hohe Zinsen schrecken nicht vor Nutzung ab

Nun sollte man eigentlich meinen, dass solche hohen Zinssätze Verbraucher eigentlich in einem gewissen Maße vor der Nutzung eines solchen Kredits, trotz aller vermeintlichen Vorteile der Verfügbarkeit etc. abschrecken sollte. Doch mitnichten ist dem so. Denn die Umfrage zeigt, dass die Erkenntnis, dass es sich bei solch einem Kredit um eine extrem teure Finanzierungsmöglichkeit handelt, bei dem Einen oder Anderen entweder nicht angekommen ist oder aber in einem gewissen Maße ignoriert wird.

Um dies zu verdeutlich ein paar Ergebnisse aus der Umfrage:

15 Prozent der Deutschen nutzen ihren Dispositionskredit.
Gut ein Drittel davon (34 Prozent) sind mit weniger als 500 Euro im Minus
25 Prozent derjenigen, die ihr Konto überzogen hätten, lägen mehr als 1500 Euro im Minus

Nimmt man nun einmal an, dass die zuletzt genannten „mehr als 1.500 €“ bereits den Fakt darstellen, dass man mit einem kompletten Montagehalt im Minus ist und damit die Chance auf einen zeitnahen Ausgleich ergo Tilgung des Dispos bereits hier ziemlich gering ist, lohnt sich der Blick auf die Zinsen, welche zu dieser Summe noch hinzukommen.

Unter der Annahme das ein Girokonto konstant über einen Zeitraum von 12 Monaten mit 1.500 € überzogen ist und ein Zinssatz von eben jenen bundesdurchschnittlichen 9,79 % effektiv per anno gilt, so bedeutet dies am Jahresende eine Zinszahlung von 147 Euro. Veranschlagt man in diesem Beispiel den höchsten Zinssatz von 13,75 % effektiv per anno so steht hier am Jahresende bereits eine Summe von 206 €.

Da darf schon die Frage gestellt werden, ob dem Verbraucher solche Kosten tatsächlich bewusst sind? Oder ob sie wirklich bereit sind, den Komfort der schnellen Verfügbarkeit und lockeren Tilgungsvorgaben eines Überziehungskredits mit solch hohen Summen zu bezahlen?

Experten warnen – gerade aufgrund der Corona-Krise

Dass die Höhe des Dispozins seit geraumer Zeit ein Ärgernis für Verbraucherschützer und Finanz-Experten darstellt, ist dabei nichts Neues. Und zeitweilig, vor allem vor der Corona-Krise, sah es durchaus danach aus, dass die Banken bei den Zinssätzen für Dispokredite zumindest teilweise einlenken würden. Denn eine Reihe von Banken und Sparkassen in Deutschland hatten wegen der Corona-Krise ihre Dispozinsen für Bestandskunden vorübergehend deutlich heruntergesetzt.

Nur war das Ganze eben nicht von Dauer und so sind Banken mittlerweile auf Werte bei den Zinssätzen zurückgekehrt, die jene, welche vor der Corona-Krise galten, deutlich übertreffen. So zeigt sich bei entsprechender Auswertung, dass einige Banken hier ihre Zinssätze sogar verdoppelt haben und mittlerweile wieder über der 10 Prozent Marke liegen. Was für Kunden jener Banken, welche einen laufenden, also genutzten Dispokredit haben, eine deutliche Steigerung bei den jährlichen Zinskosten bedeutet. Und das in Zeiten von Corona, wo viele Familien ohnehin mit massiven Einbußen beim Einkommen aufgrund von Kurzarbeit etc. betroffen sind.

Experten raten: Alternative Kreditangebote nutzen

Was Experten nun abermals dazu bewegt eindrücklich vor der Nutzung des Dispokredits zu warnen: Wer seinen Dispokredit nutz und dabei nicht zu jenen glücklichen Personen gehört, deren Überziehungsrahmen mit 0% Zinsen behaftet ist, sollte sich, ob der hohen Kosten, die spätestens am Jahresende auf ihn zukommen, bewusst sein. Und im Grunde, die Finger von einem Dispokredit lassen. Wenn schon die Aufnahme eines Kredits notwendig ist, dann entweder einen klassischen Ratenkredit aufnehmen oder mit der Bank einen Abruf-, beziehungsweise Rahmenkredit mit deutlich günstigeren Konditionen aushandeln.
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Redakteur: Markus Gildemeister

Markus Gildemeister

Markus Gildemeister ist seit rund 10 Jahren freiberuflicher Redakteur und bei Cashper Hauptverantwortlicher für unseren Finanzblog. Markus generelles Interesse gilt der Finanzwelt sowie der FinTech Szene. Neben seiner redaktionellen Aktivität bei uns betreibt er selbst mehrere, erfolgreiche Finanzportale. Zudem ist er Gastautor und Kolumnist in deutschen (u.a Focus.de) sowie zahlreichen US-amerikanischen Investment-Portalen (Investing.com / Stockopedia.com etc.)