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16.02.2021

Studie: Dispozinsen nachwievor zu hoch

Studie belegt: Trotz Corona Krise und Niedrigzins-Umfeld stagniert der Zinssatz für Dispokredite bei rund 10 % effektiv per anno. Manche Banken erhöhen diesen Zinssatz sogar. Kein Wunder, dass Verbraucherschützer abermals mahnen und Banken auffordern sich der aktuellen wirtschaftlichen Situation im Sinne der Dispokunden anzupassen.
Dispozinsen liegen immer noch bei rund 10 Prozent

Zweifelsohne – die deutschen Verbraucher lieben ihren Dispo. Zahlreiche Studien und Marktanalysen zeigen immer wieder, dass deutsche Verbraucher bei finanziellen Engpässen und dem Bedarf an zusätzlicher Liquidität in allererster Linie auf den, mit dem Girokonto verbundenen Überziehungsrahmen – allgemein als Dispo bekannt – zugreifen.

Der Grund ist einfach: Einmal seitens der Bank gewährt, bedarf es keines weiteren Aufwandes auf die so jederzeit bereitstehende zusätzliche Liquiditätsreserve zugreifen zu können. Dass mit der Nutzung, so komfortable das Ganze ja sein mag, auch immens hohe Kosten akzeptiert werden, scheint jedoch das Gros der Nutze ganz oder zumindest in Teilen auszublenden. Denn Banken kann dies nur recht sein, denn sie verdienen an den Dispokrediten zweifelsohne sehr gut….und sie sehen, trotz der nachwievor anhaltenden Niedrigzinsphase, scheinbar keinerlei Handlungsbedarf an den Modalitäten des Dispokredits etwas zu ändern. Im Gegenteil!

Dispozins im Bundesdurchschnitt bei 10 %

Denn eine aktuelle Studie zeigt nun abermals auf, dass das Zinsniveau der Dispokredite in Deutschland nachwievor sehr hoch ist. Denn die bewegen sich weiterhin auf einem Zinsdurchschnitt von rund 10 Prozent effektiv per anno. Vergleicht man dies mit dem aktuell durchschnittlich geltenden Zinssatz für klassische Ratenkredite, der bei rund 4,8 % effektiv per anno liegt, zeigt sich, dass die Banken an dem Produkt“ Dispokredit“ mehr als gut verdienen.

Dabei wäre seitens der Banken gerade aufgrund der nun erneut aufflammenden Corona-Krise ein dauerhaftes „Umdenken“ beim Thema Dispozinsen durchaus wünschenswert. Das „akzeptieren“ von Kreditstundungen ist für zahlreiche Verbraucher sicherlich in diesen schwierigen Zeiten eine mehr als willkommene Unterstützung, doch welch positiven Effekt hätte eine Zinssenkung auf jene Kunden, die seit geraumer Zeit mit einem Dispo leben (müssen) und dafür bis dato kräftig zur Kasse gebeten werden?

Nun entgegnen Banken, darauf angesprochen, dass sie während der Corona-Krise den Zinssatz für die eingeräumte Überziehung des Girokontos für Bestandskunden gesenkt hätten. Die aktuelle Studie zeigt jedoch, dass dies nur temporär geschehen ist, denn die Mehrheit hat diese Praxis im Sommer dieses Jahres wieder beendet. Und damit nicht genug, denn einige Institute haben in den letzten Monaten die Zinsen für Dispokredite noch erhöht. Umso den, in den ersten Monaten des Jahres verloren gegangenen Zinseinnahmen „auszugleichen“? Ein Schelm, wer Kalkül hinter diesem Vorgehen vermutet.

Verbraucherschützer mahnen – mal wieder

Das sich nun wieder die Verbraucherschützer mit mahnenden Worten melden, ist nicht verwunderlich. So äußert sich Sascha Straub, Referatsleiter Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Bayern, wie folgt:

„Der Dispo ist der schlechtmöglichste Kredit, den Verbraucher nutzen können. Mit zehn Prozent Zinsen ist die Belastung viel zu hoch — besonders während der Corona-Krise, in der viele Menschen unverschuldet ins Minus rutschen. Die hohen Zinsen treffen neben den Ärmsten auch die Selbstständigen, die wegen fehlender Umsätze in der Corona-Pandemie ins Minus rutschen. Dadurch werden sie in der ohnehin schweren Zeit zusätzlich belastet.

Wer sehr kurzfristig — also maximal zwei oder drei Monate — überbrücken möchte und wirklich sicher ist, danach den Dispo wieder verlassen zu können, kann das Angebot in Anspruch nehmen. Ansonsten ist es immer die bessere Alternative einen deutlich günstigeren Ratenkredit zu beantragen. Allerdings erhalten sie dann häufig schwer einen Kredit, eben weil sie sich im Dispo befinden.“

Eckdaten der Studie

Für die Studie wurden 3.400 Kontomodelle von etwa 1.240 Finanzinstituten untersucht. Dabei gibt es einige Ausreißer nach oben. Mit 13,75 Prozent ist eine Volksbank in Bayern dabei Spitzenreiter der Rangliste.

Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie private Geschäftsbanken bei Gebühren ähnlich

Dabei ist es der Studie zufolge egal, ob Verbraucher Kunden bei einer Sparkasse, Volks-, beziehungsweise Raiffeisenbank oder privaten Geschäftsbank sind. Die Zinsen sind im Schnitt überall vergleichbar.

Fazit

Dass Banken für einen Kredit Zinsen verlangen, ist und darf generell kein Kritikpunkt sein. Aber es ist zu kritisieren, wenn bei klassischen Ratenkrediten regelmäßige Anpassungen an die aktuellen Zinsbedingungen auf dem Kapitalmarkt stattfinden und an den Verbraucher weitergegeben werden, beim Thema Dispokredit hier aber eben nichts geschieht – oder aber eben in solch kleinen Schritten, dass sie keinen spürbaren Effekt eine Erleichterung darstellen.

Dabei wäre gerade in Zeiten wie der aktuellen Corona-Krise von Seiten der Banken ein „mitwirken“ bei der Reduzierung finanzieller Belastungen durch zu hohe Zinsen mehr als wünschenswert. Es muss ja nicht gleich der Null-Prozent Dispo sein, aber ein Absenken auf ein Zinsniveau zwischen 6-8 Prozent effektiv per anno würde zahlreiche Nutzer von Dispokrediten sicherlich eine finanziell deutlich spürbare Erleichterung bringen.
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Redakteur: Markus Gildemeister

Markus Gildemeister

Markus Gildemeister ist seit rund 10 Jahren freiberuflicher Redakteur und bei Cashper Hauptverantwortlicher für unseren Finanzblog. Markus generelles Interesse gilt der Finanzwelt sowie der FinTech Szene. Neben seiner redaktionellen Aktivität bei uns betreibt er selbst mehrere, erfolgreiche Finanzportale. Zudem ist er Gastautor und Kolumnist in deutschen (u.a Focus.de) sowie zahlreichen US-amerikanischen Investment-Portalen (Investing.com / Stockopedia.com etc.)