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02.08.2019

Kredit als Schuldenfalle? Welche Gefahren bei der Kreditaufnahme drohen

50 % Rabatt auf die Waschmaschine, 20 % auf den Autokauf, Black Friday – die Konsumwelt winkt fast täglich mit neuen Schnäppchen und heizen so den Konsum an. Und wer gerade knapp bei Kasse ist und bei solchen Schnäppchen dennoch zuschlagen will, bedient sich halt eines der zahlreichen Kreditangebote zu vermeintlichen „Spitzen“-Konditionen. Alles wirklich so einfach? Nein – warnen die Verbraucherschützer.
Kredit als Schuldenfalle

Kein Geld, aber tolles Angebot gesehen? Dringende Reparatur am Auto, Nebenkostenabrechnung unerwartet hoch, aber klamm in der Kasse? All dies sind Situationen, in denen Kredite die Wahl Nummer eins sind, um den finanziellen Engpass zu überbrücken. Meist durch Nutzung des Dispokredites, sei er auch noch so teuer oder aber eben durch einen klassischen Ratenkredit beziehungsweise Verbraucherkredit. Warum auch nicht? Die Kredite sind günstig, unabhängig von irgendwelchen Öffnungszeiten jederzeit abrufbar und das Ganze zu Hause vom Sofa aus. Besser geht es doch eigentlich nicht!

Oder? Nein – im Grunde geht es wirklich nicht besser und dennoch warnen Verbraucherschützer verstärkt vor der neuen „Einfachheit“ bei Konsumkrediten. Deren Hauptargument? Die Kosten eines Kredites seinen kaum durchschaubar und die Beratung sei ohnehin beim Gros aller Verbraucherkredite aus dem Internet Fehlanzeige. So kann nach Auffassung der Verbraucherschützer selbst ein kleiner Kredit zur Überschuldung führen.

“Lockere“ Einstellung zu Krediten wächst von Jahr zu Jahr

Und das die deutschen Bundesbürger das Thema „Kredit“ zunehmend lockerer nehmen, zeigt der jährlich erscheinende Kredit Kompass der SCHUFA. So schlossen allein 2017 die deutschen Verbraucher mehr als acht Millionen Verträge für Konsumkredite ab. Immerhin eine doch deutliche Steigerung von immerhin 4,6 Prozent mehr als noch im Jahr 2016. Konsumkredite sind „in“ – was nicht wirklich verwundert bei Werbeversprechen a la „Kredit wie für dich gemacht“ etc.. Aus Sicht der Verbraucher sind Kredite und Darlehen – dank entsprechender Vermarktung und Werbung – einfach, schnell und vor allem unkompliziert.

Doch gerade in diesen Werbeversprechen sehen Verbraucherschützer eine zunehmende Gefahr für Verbraucher, denn

"Banken und Verkäufer suggerieren den Kunden, dass ein Darlehen überhaupt kein Problem sei. Dabei müsste so mancher Käufer bei der Kreditaufnahme von ihnen eigentlich gebremst werden.", sagt Dirk Ulbricht, Direktor des Instituts für Finanzdienstleistungen. Dabei stellen aus seiner Sicht vor allem die Kredite ein Problem dar, welche nicht direkt bei einer Bank abgeschlossen werden. Denn immer häufiger unterschreiben Verbraucher einen Kreditvertrag im Verkaufsraum eines Elektronikhändlers, Möbelhauses oder Autohändlers. Was folgende Zahlen einer Untersuchung des Marktwächters Finanzen der Verbraucherzentralen durchaus belegen >>

  • 14 Prozent aller Kredite sind eine Null-Prozent-Finanzierung
  • 8 Prozent sind an den Kauf einer bestimmten Ware gekoppelt - etwa Möbel oder Unterhaltungselektronik
  • 20 Prozent finanzieren einen Autokauf

Beratung findet bei einem Kreditgespräch immer seltener statt

"Viele Verkäufer, aber auch Banken, beraten nicht oder nicht genug beim Kreditabschluss. Sie müssten eigentlich verantwortungsvoll prüfen, ob sich der Kunde die Finanzierung auch langfristig leisten kann. Stattdessen verkaufen sie ihre Waren und sind an der Kreditberatung nicht interessiert."

Was aus Sicht des Verbraucherschützers die Gefahr einer Überschuldung deutlich ansteigen lässt. Denn der Focus liegt deutlich auf dem Verkauf als der Hinweis auf die Nachteile des kreditfinanzierten Kaufs. Ganz zu schweigen von einem etwaigen Interesse daran, ob der Kunde sich das Wunschobjekt finanziell überhaupt leisten kann.

Leidiges Dauerthema: die Restschuldversicherung bei Krediten

Ein weiteres Problem bei der Kreditvergabe ist, dass nicht selten unvorhergesehene Kosten durch zusätzliche Verträge entstehen. Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen, kennt Fälle, bei denen gleichzeitig eine Unfall- oder Lebensversicherung, ein Bausparvertrag oder eine Kreditkarte mitverkauft wurden. Typisch ist aber vor allem der gleichzeitige Abschluss einer teuren Restschuldversicherung, die den Kredit tilgen soll, wenn der Schuldner etwa durch Krankheit die Raten nicht mehr bezahlen kann.

Das Problem: Die Prämie der Versicherung fällt gleich zu Beginn auf einen Schlag an und wird regelmäßig zusätzlich zur Darlehenssumme finanziert. Doch die Bank muss diese Kosten nicht in den Effektivzins einrechnen, wenn sie nachweisen kann, dass der Abschluss freiwillig war. Entsprechend sind die Vertragsformulare gestaltet. Für Verbraucher ist es umso schwieriger, die tatsächlichen Kosten, die auf sie zukommen, zu erkennen.

"Viele Kreditnehmer haben außerdem den Eindruck, dass sie diese Versicherung abschließen müssen, wenn sie ein Darlehen aufnehmen wollen. Das stimmt aber nicht. Verbraucherkredite gibt es auch ohne Restschuldversicherung." Aber für die Bank ist das ein gutes Geschäft. Sie verdient an der Versicherung, gleichzeitig sinkt ihr Risiko, dass der Kredit nicht zurückgezahlt wird.


Redakteur: Markus Gildemeister

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