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18.03.2020

Fadenscheinige Gleichberechtigung: Frauen werden bei Kreditvergabe benachteiligt

Am 8. März war Weltfrauentag – ein Tag, der unter anderem für die vermeintliche Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau steht. Dies soll jener Aktionstag den Menschen zumindest vermitteln. Doch im Alltag zeigt sich, dass die vielgepriesene Gleichstellung und Gleichberechtigung nicht so wirklich stattfindet. Dies wird vor allem beim Thema Kreditgeschäfte deutlich. So zeigen zahlreiche Marktforschungen und Analysen, dass es beim Thema Kreditvergabe mit der Gleichberechtigung (noch) deutlich hapert.
Frauen werden bei Kreditvergabe benachteiligt

Höhere Frauenquote in Führungspositionen, somit mehr Verantwortung für Frauen und die Erkenntnis, das Frauen in Führungsposten nicht selten deutlich besser ihre Jobs erledigen als ihre männlichen Vorgänger und Kollegen. Ist unsere Gesellschaft unter dem Aspekt der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau also endlich „ausgeglichen“? Schön wäre, ist aber leider im Alltag nicht so, wie mehrere Umfragen und Marktanalysen nun abermals aufzeigen.

Benachteiligung fängt bei den Gehältern für Frauen an

Und das fängt beim Gehalt von Frauen an und hört beim Thema Kredit für Frauen auf. Beim Thema Gehalt verhält es sich nach aktuellen Statistiken, dass die sogenannten Gender Pay Gap laut Statistischem Bundesamt immer noch bei rund 20 % liegt. Auch wenn diese Zahl sich in den letzten Jahren stetig verringert hat, so macht sie doch deutlich, dass bis heute das Thema Gleichberechtigung beim Gehalt nur sehr bedingt existiert.

Womit dann auch der Brückenschlag zum Thema Vergabe von Krediten bei Frauen stattfindet. Denn bekannterweise spielt die Höhe des monatlichen Einkommens bei der Vergabe von Krediten und Darlehen eine durchaus gewichtige Rolle. Denn je höher das monatlich verfügbare Gehalt, desto eher ist die Bank bereit höhere Kreditsummen zu vergeben. Ergo: Weniger Gehalt = gleich weniger Kredit.

Marktanalyse belegt: Frauen bekommen weniger Kredit bei höheren Zinsen

Woraus sich eben ergibt, dass Frauen bei der Kreditvergabe zwangsläufig im Vergleich zu den Männern benachteiligt sein müssen. Und das dem so ist, belegt eine aktuelle Auswertung der Kreditvergaben eines großen deutschen Vergleichsportals.

Hierzu hat das Vergleichsportal die Daten wie

  • Alter
  • Geschlecht
  • Nettoeinkommen

mehrerer zehntausend Nutzer ausgewertet, und zwar von Personen beider Geschlechter, welche über das Portal sogenannte Konditionsanfragen für einen Kredit bei den, dem Portal angeschlossenen Banken gestellt haben.

Gehaltsunterschied hat deutliche Auswirkungen auf Kreditvergabe

In einem zweiten Schritt wurden diese Daten dann mit den konkreten Kreditangeboten der angefragten Banken vergleichen. Und das Ergebnis brachte folgende Erkenntnis:

Bereits die Auswertung der Netto-Einkommen zeigt, dass die, vom Statistischen Bundesamt genannte prozentual genannte Gender Pay Gap von 20 Prozent ihre Bestätigung findet: So lag der angegebene Netto-Verdienst pro Monat bei

  • Frauen bei 1.947 Euro
  • Männer bei 2.584 Euro

Im Durchschnitt, was bedeutet, dass bei der analysierten Zielgruppe die Differenz zwischen den monatlichen Einkommen bei 24,7 % lag.

Die Gründe hierfür liegen sicherlich zum einen in der Berufswahl selbst und den damit verbundenen Karriere-Verläufen. Zum anderen aber eben auch darin, dass Frauen wesentlich häufiger in Teilzeit beschäftigt sind. Kommt dann noch das Thema Familie hinzu, erleiden Frauen nicht selten einen Karriere-Knick, der sich nach Wiedereinstieg in das Berufsleben oftmals in entsprechenden Gehaltseinbußen im Vergleich zur vorherigen Beschäftigung darstellt.

Risikoaufschlag bei weiblichen Antragstellern auf einen Kredit?

Kommt es dann zu der Situation, dass Frauen einen Kredit benötigen, zeigen sich die Auswirkungen des niedrigeren Gehalts besonders deutlich. Denn, wie bereits erwähnt, ist eins der Hauptkriterien der Bank hinsichtlich der Kreditvergabe die Höhe des monatlichen Einkommens. Und wie Banken dies in Relation setzen, zeigt sich anhand folgender Zahlen aus entsprechenden Auswertungen. So erhalten

  • 65 % der männlichen Antragsteller einen effektiven Zinssatz von unter 3,5 %

Aber nur

  • 54 % der Frauen erhalten einen effektiven Zinssatz von unterhalb 3,5 %

Das heißt, dass Banken bei Frauen scheinbar generell mit einer höheren Kredit-Ausfall Rate rechnen und somit eine Art Risikoaufschlag bei den angebotenen Zinssätzen kalkulieren.

Was sich dann auch bei den Kreditsummen widerspiegelt, Denn Männer beantragen und erhalten im Durchschnitt

  • 14.723 Euro

von der Bank. Die durchschnittliche Kreditsumme von Darlehensnehmerinnen beträgt jedoch nur

  • 11.617 Euro

Hier zeigt sich also ein Unterschied von 3.106 Euro zwischen den beiden Geschlechtern. Prozentual betrachtet sind dies rund 21 % weniger Kreditsumme.

Weiterer Beleg für vermeintliche Vorbehalte ist das Thema der sogenannten Annahmequote. So fällt auch hier auf, dass Frauen deutlich seltener und weniger Kreditangebote seitens der angefragten Banken erhalten als Männer. In Zahlen dargestellt

  • „nur“ 69 Prozent der untersuchten Frauen erhalten ein Angebot von der Bank

Wohingegen die Quote bei den Männern bei rund 75 Prozent liegt. Noch Fragen?

Wer ist schuld? Banken oder die gehaltszahlenden Unternehmen?

Kann also den Banken unterstellt werden, Frauen generell bei der Kreditvergabe zu benachteiligen? Betrachtet man die Situation objektiv, liegt die Benachteiligung von weiblichen Kreditnehmern nicht bei der Bank selbst, sondern vielmehr beim Thema Bezahlung von Frauen in ihren Jobs. Denn Banken bewerten Kreditanfragen anhand fester Kriterien und nicht basierend auf dem Geschlecht des Antragstellers. Wollen Frauen also bei der Kreditvergabe die vielgepriesene Gleichberechtigung erfahren, müssen Anpassungen vor allem bei Entlohnung von Frauen stattfinden.

Natürlich kann hier keine pauschale Anpassung erfolgen, aber allein die Ausmerzung der statistisch belegbaren 8 % Lohnunterschied zwischen Mann und Frau bei gleichen Job-Typen wäre schonmal ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung.

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Redakteur: Markus Gildemeister

Markus Gildemeister

Markus Gildemeister ist seit rund 10 Jahren freiberuflicher Redakteur und bei Cashper Hauptverantwortlicher für unseren Finanzblog. Markus generelles Interesse gilt der Finanzwelt sowie der FinTech Szene. Neben seiner redaktionellen Aktivität bei uns betreibt er selbst mehrere, erfolgreiche Finanzportale. Zudem ist er Gastautor und Kolumnist in deutschen (u.a Focus.de) sowie zahlreichen US-amerikanischen Investment-Portalen (Investing.com / Stockopedia.com etc.)