Restschuldversicherung

Restschuldversicherung: Lohnt es sich, den Kredit abzusichern?

Betrag
€   100
Laufzeit
Kredit 100 Zinsen 0,58
Sie zahlen zurück
Zahlbar am 01-01-0000 eff.JZ. 15%
Beispiel
2-Raten Option
Wer sich bereits einmal in seinem Leben bei seiner Hausbank für einen Kredit beziehungsweise Ratenkredit interessiert und dabei das Gespräch mit dem Bankberater gesucht hat, dem dürfte die Begrifflichkeit „Restschuldversicherung“ begegnet sein. Aus dem Munde des Bankberaters erklärt, erscheint eine solche Versicherung absolut sinnvoll und somit auch notwendig. Doch ist dem wirklich so? Mitnichten und das hat seine Gründe. Bringen wir mit dem folgenden Artikel ein wenig Licht in die Angelegenheit.

Restschuldversicherung beim Kredit: Sinnvoll oder Geschäftemacherei?

Zuallerst einmal die Feststellung, was eine Restschuldversicherung im Grundsatz eigentlich leistet: Wenn aufgrund äußerer Einflüsse wie Arbeitslosigkeit, Langzeiterkrankung oder gar dem Todesfall die monatlichen Kreditraten vorübergehend oder langfristig nicht mehr getilgt werden können, springt die Restschuldversicherung ein. Klingt gut, hat aber seine Haken.
Die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Restschuldversicherung beim Kredit kann also aus Sicht der kreditgewährenden Bank grundsätzlich nur mit einem JA beantwortet werden, denn die Bank verdient an der Vermittlung einer solchen Versicherung stets eine Provision und sichert zudem den gewährten Kredit ab. Für Verbraucher hingegen macht sie in den allermeisten Fällen eines Kreditgeschäfts keinen Sinn - außer der Tatsache, dass man als Verbraucher dafür zahlt. Zudem gelten Restschuldversicherungen in ihrer Vertragsgestaltung als in hohem Maße unflexibel. Insofern ist es zu empfehlen, der Bank sinnvolle Alternativen zur Restschuldversicherung als Kreditabsicherung zu bieten.

Restschuldversicherung: Verbraucherschützer warnen

Bestätigt wird dies durch aktuelle Aussagen der Verbraucherzentralen in Hessen und Sachsen. Aus Sicht der Verbraucherschützer sind die 108 untersuchten Policen der Restschuldversicherungen insgesamt zu teuer, zu unflexibel und alles andere als verbraucher-orientiert. Hauptkritikpunkt ist die finanzielle Mehrbelastung bei dem durch eine Restschuldversicherung abgesicherten Kredit, denn die Versicherung erhöht zunächst den aufgenommenen Ratenkredit, wodurch auch die Zinsen steigen. So kann es durchaus passieren, dass so der Zinssatz für Ratenkredite und Restschuldversicherungen oft auf das Doppelte ansteigt. Womit wird dann durchaus ein Zinsniveau von 20 Prozent erreicht werden kann.

Alternativen zur Kreditabsicherung anbieten

Wer sich vor der unnötigen finanziellen Mehrbelastung durch eine Restschuldversicherung beim Kredit aktiv schützen möchte, der sollte der Bank entsprechende Alternativen zur Kreditabsicherung anbieten. So stellt eine bereits vorhandene Lebensversicherung oder ein Bausparvertrag eine wertige Sicherheit für die Bank dar. Auch eine Risikolebensversicherung wird von den meisten Banken als Kreditsicherheit akzeptiert. Zur teuren Restschuldversicherung gibt es also durchaus sinnvolle Alternativen – man muss als Verbraucher halt nur davon wissen! Allerdings wäre es absolut wünschenswert, wenn Bankberater von sich aus auf diese Alternativen zur Kreditbesicherung hinweisen und nicht ausschließlich den Fokus auf die Vermittlung der sogenannten RSV konzentrieren würden!

Redakteur: Markus Gildemeister

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